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Rennbericht EM 2009 Rennen 4 Nová Paka
Petr Bartos siegt knapp vor Bernd Stubbe

Der 4. EM-Lauf in Nová Paka war auch in diesem Jahr wieder Werbung für den Autocrosssport in Europa. Der Veranstalter konnte den zahlreich angereisten Zuschauern ein großes Starterfeld präsentieren und auch der amtierende Europameister der Division 3 Bernd Stubbe, der in diesem Jahr aus beruflichen Gründen nur sporadisch an der EM teilnimmt, ließ es sich nicht nehmen, und ging an den Start.

Division 1: Die Tourenwagen hatten mit 15 Fahrzeugen das kleinste Starterfeld aufzuweisen. Der russische Pilot Vadim Makarov konnte an seine hervorragende Leistung vom letzten EM-Lauf anknüpfen und dominierte alle seine Vorläufe. Lokalmatador Václav Fejfar und der Ungar Tamás Kárai konnten noch am ehesten das Tempo Makarovs mitgehen. Nikita Kondrakhin aus Litauen hatte mit seinem VW Polo in den Vorläufen etwas Glück. Durch eine leichtere zweite Gruppe schaffte er es sich neben Makarov und Fejfar für die erste Startreihe zu qualifizieren. Für Kárai blieb nur Reihe 2 neben Pavel Sorochinskiy und vor Ladislav Brozek, Jan Bartos und Valentin Korshunov.
Makarov erwischte einen exzellenten Start und übernahm sofort die Spitze vor Fejfar, Kárai und Sorochinskiy. Kondrakhin war am Start sehr schlecht weggekommen und schied noch in der ersten Runde, ebenso wie Korshunov aus. Danach folgte ein Rennen ohne weitere Positionswechsel an der Spitze. Makarov setze sich einige Sekunden von Fejfar ab und gewann diesen Lauf ohne Probleme. Kárai hatte Mühe Sorochinskiy hinter sich zu halten, sicherte aber am Ende Rang 3. Ladislav Brozek, Marcel Ottink und Alexandr Faleev folgten mit einigem Abstand.

In der Division 3A gingen 41 Fahrer an den Start. Es wurden 5 Vorlaufgruppen gebildet. Nur mit einem Sieg oder zumindest zweiten Plätzen hatte man überhaupt die Chance auf das A-Finale. Dementsprechend hart wurde schon in Vorläufen gefahren. Ladislav Hanák (CZ), Chris Waldschmidt (NL) und Jirí Svoboda (CZ) schafften es alle ihre Vorläufe zu gewinnen. Vít Nosálek (CZ) und der Franzose Olivier Dufour verbuchten 2 Siege, Florent Tafani, ebenfalls aus Frankreich, und Michael Buddelmeyer (D) schafften einen Laufsieg. Diese Reihenfolge war gleichzeitig die Startaufstellung für das Finale, komplettiert durch Marek Sekanina (CZ), Tomas Pospísilík (CZ) und Sebastian Korn (D), die beiden letzteren hatten sich über das B-Finale qualifiziert.
Am Start konnte sich Chris Waldschmidt an die Spitze setzen. Hanák, Svoboda, Nosálek und Sekanina reihten sich dahinter ein. Hanák machte viel Druck auf Waldschmidt, der aber Anfangs alle Angriffe abwehren konnte. Mit etwas Abstand bildete sich eine zweite Gruppe mit Sebastian Korn und den beiden französischen Piloten Dufour und Tafani, bei der es immer wieder zu Positionswechseln kam. Waldschmidt konnte etwa bis Mitte des Rennens die Spitze halten, wurde dann aber von Hanák auf Grund eines platten Reifens hinten links überholt und fiel weiter zurück. Zwei Runden vor Schluss sogar das Aus für den Niederländer. Hanák führte nun deutlich vor Svoboda, der in der vorletzten Runde ebenfalls auf Grund technischer Probleme zurückfiel und gerade noch Rang 5 vor Sebastian Korn retten konnte. Hanák gewinnt dieses Rennen vor Nosálek und Sekanina, der das erste Mal in dieser Klasse an der Europameisterschaft teilnahm.

Division 3: Für den vierfachen Europameister Petr Bartos war dieses Wochenende sicherlich eines der emotionalsten in seiner Karriere. In der vergangenen Woche war sein Vater Jirí Bartos, ebenfalls Europameister in dieser Klasse, verstorben und er hatte sich fest vorgenommen diesen EM-Lauf zu gewinnen.
Schon in den Vorläufen zeigte er sehr gute Starts, konnte gleich zu Beginn die Führung in diesen Vorläufen übernehmen und zwei dieser drei Vorläufe gewinnen. Nur im zweiten Vorlauf musste er sich den ebenfalls sehr stark fahrenden Martin Svábenský geschlagen geben, der ihm im oberen Streckenabschnitt in der letzten Runde überholte. Startplatz 1 ging aber an Europameister Bernd Stubbe mit ebenfalls zwei Laufsiegen, aber der besten Laufzeit. Daneben Petr Bartos und Martin Svábenský (CZ) vor Josef Vontszemü (CZ) und Petr Turek (CZ). Für die Reihe 3 hatte sich Francis Warnier (F), Roman Kalvoda (CZ) und John Verberk (CZ) qualifiziert, in Reihe 4 standen Roman Kerka (CZ) und Wiely Albers (NL). Am Start kam es dann zu einem Kopf an Kopf Rennen zwischen Stubbe und Bartos, Bartos bremste etwas später, ließ sich etwas weiter aus der Kurve tragen und nahm dadurch viel Schwung in das Bergaufstück mit. Er übernahm die Spitze vor Stubbe und Svábenský, dahinter Verberk, Kalvoda und Turek. In Runde 2 schied Verberk aus und Kalvoda und Turek konnten im Verlauf des Rennens wieder an die Spitzengruppe heranfahren. Stubbe versuchte alles, um an Bartos vorbeizukommen, dieser ließ aber keinen Platz für ein Überholmanöver. Bartos gewinnt diesen Lauf knapp vor Stubbe, Svábenský, Kalvoda und Turek. In der EM-Gesamtwertung übernimmt Petr Bartos nun mit 69 Punkten die Führung. Diesen Sieg in Nová Paka widmete er seinem Vater Jirí.
Für 2 EM-Mitfavoriten lief es an diesem Wochenende nicht gut. Dennis Engel hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Die teilweise sehr wellige Strecke ging extrem auf Antriebsstrang und Getriebe, was vielen Fahrern Probleme bereitete. Engel konnte sich nicht für die Finalläufe qualifizieren und blieb ohne EM-Punkt. Ebenso konnte der Niederländer Glenn van Rosmalen an seine Sieg in Lettland nicht anknüpfen und kam am Ende nur auf 2 EM-Zähler. Für beide Fahrer ist aber auf Grund der Streichresultatregelung noch alles offen.

Bei den Junior Buggys bis 600 ccm gewann Karel Kupec das Finale vor Matyás Zeman. Dabei hatte der Sieger viel Glück, als er an zweiter Stelle liegend seinem Bruder Radomír Kupec gerade noch ausweichen konnte, als dieser sich vor ihm gedreht hatte. Am Ende behauptete Karel Kupec einen kleinen Vorsprung vor Zeman. Dritter wurde Jacub Kubícek vor Ivana Kuzelová und Tadeás Zeman.
© MB 08.07.2009

Vadim Makarov (RUS) vor Lokalmatador Václav Fejfar (beide Skoda Fabia)


Heißes Duell bis zum Ziel zwischen Petr Bartos (CZ) und Bernd Stubbe (D)


Chris Waldschmidt (NL) mit bestem Start im Finale


von links: Matyás Zeman, Karel Kupec und Jabub Kubícek (alle CZ)

Schweigeminute für Jirí Bartos, der eine Woche vorher verstarb

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