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Rennbericht EM 2007 Rennen 9 Prerov
EM-Führende Bartos und Hanák gewinnen in Prerov

Gleich eine Woche nach dem in Ungarn fand der 9. EM-Lauf im tschechischen Prerov statt. Einige Fahrer und Teams nutzten die Zeit für einen Kurzurlaub in der Region. Pünktlich zum Freitag trafen dann alle wieder in Prerov zusammen.
Der Veranstalter hatte für dieses Wochenende einiges vorgenommen, so wurde in den Abendstunden am Samstag neben einem Feuerwerk auch eine kleine Musikshow geboten und am Sonntag sorgten im Innenraum der Strecke zwei Trail- und ein Offroad Truck für Unterhaltung.

In der Division 1 konnte der litauische EM-Führende Nerijus Naujokaitis zwei seiner drei Vorläufe für sich entscheiden und schob sich vor seinen Landsmann Paulius Pleskovas (ebenfalls 2 Siege) auf die Pole Position im Finale. Der Ungar Tamás Kárai war auf seinem Mitsubishi ebenfalls wieder gut dabei und sicherte sich mit einem Vorlaufsieg Startplatz 3 vor Brozek, Simaska, Kvashnin, Ervandian und dem Slowaken Roman Vlcko. Über das B-Finale schafften es János Emõdi und Marcel Egg in die vierte und letzte Startreihe.
Den Start im Finale gewinnt Naujokaitis vor Kárai, Pleskovas, Simaska, Brozek und Kvashnin. Gleich in der ersten Runde die ersten Überholmanöver. Kárai überholt Naujokaitis im oberen Streckenabschnitt, wird aber mit etwas zu viel Schwung in der Senke etwas zu weit herausgetragen. Naujokaitis versucht innen wieder vorbeizugehen, doch Kárai´s Heck schlägt, in Vorbereitung auf die nächste Linkskurve, in Naujokaitis Fahrzeug ein. Pleskovas nutzt diese Gelegenheit um sich an Naujokaitis vorbei, auf Platz 2 zu schieben. Naujokaitis kann nur noch diese Runde absolvieren und muß das Fahrzeug in oben erwähnter Senke stehen lassen, was sich später als rennentscheidend herausstellen sollte. In der Reihenfolge Kárai, Pleskovas, Simaska, Kvashnin und Brozek geht es in die weiteren Runden. In Runde 3 dann ein kurzzeitig langsam werdender Simaska, kurz nach dem Sprunghügel. Kvashnin und Brozek können ohne Problem einen Platz gutmachen, Simaska kann aber auf Rang 5 weiterfahren. Eine Runde später dann die rennentscheidende Situation zwischen Kárai und Pleskovas. Kárai kommt ein zweites Mal etwas zu schnell in die Senke, wird wieder etwas zu weit rausgetragen und stößt wieder mit dem Heck an das stehende Fahrzeug von Naujokaitis. Pleskovas nutzt die Chance und zieht innen vorbei. Bis zum Ende liefern sich beide einen tollen und fairen Zweikampf, Pleskovas läßt sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Kvashnin wird Dritter vor Simaska und Brozek. Mit größerem Abstand folgen Vlcko, Egg und Emõdi.

Ebenso spannend ging es bei den Spezialcrossfahrzeugen bis 1600 ccm zu. Die beiden Lokalmatadoren Ladislav Hanák und Petr Svestka dominierten, mit jeweils drei Siegen, die Konkurrenz. Musil, Marty, Svoboda, Boks, Nosálek und Stánek folgten auf den weiteren Plätzen und waren für das Finale qualifiziert. Christian Freischlad lag nach den Vorläufen nur auf Rang 12. Er hatte sich im freien Training nach einem Sprung einige Getriebehalter abgerissen und mußte sich in den Vorläufen erst wieder nach vorne arbeiten. Im B-Finale konnte er sich aber, ebenso wie Alexandr Faleev, für den Finallauf qualifizieren, konnte dort aber nach einem Ausfall nicht mehr in die vorderen Plätze eingreifen.
Im Finale erwischte Svestka den besten Start vor Hanák, Musil, Marty und Svoboda. Doch schon nach einer halben Runde wird Svestka etwas zu weit nach außen getragen und muß sich danach auf Platz 5 einsortieren. Eine Runde später geht Marty an Musil vorbei und setzt sich hinter Hanák auf Rang 2. In der Folge schafft es Hanák sich leicht abzusetzen, Marty jedoch nur knapp vor Musil, hat einige Mühe, den tschechischen Piloten hinter sich zu halten, der seinerseits von Svoboda attackiert wird. In Runde 5 schafft es Musil wieder auf Platz 2 zurück. Marty nun unter dem Druck von Svoboda und Svestka muß in der letzten Runde auch diese Piloten ziehen lassen. Er wird am Ende Fünfter. Hanák gewinnt vor Musil, Svoboda und Svestka und ist weiterhin Top-Favorit auf den EM-Titel.

In der Division 3 gab es mit Dennis Engel und Petr Bartos ebenfalls nur zwei Sieger in den Vorläufen. Beide konnte dreimal gewinnen. Wiely Albers und Jaromír Stetina folgten mit jeweils dreimal Platz 2. Bernd Stubbe war das erste Mal in Prerov am Start und mußte sich hinter Marek Stloukal im Finale auf Startplatz 6 stellen. Svábenský, Hosek, Vaculík und Kerka machten das Finale komplett.
Am Start ein Kopf an Kopf Duell zwischen Bartos und Engel bis zur ersten Kurve, an dessen Ende sich Bartos behauptet und sich an die Spitze setzt. Engel auf Platz 2 vor Albers, Svábenský, Stetina und Stubbe. Kurz danach fällt Svábenský auf Rang 7 zurück, Stetina und Stubbe nun auf Platz 4 und 5. Vorne liefern sich die beiden Führenden ein packendes Duell und setzen sich langsam von den Verfolgern ab. Engel machte nun viel Druck auf Bartos, teilweise fuhren Beide nahezu nebeneinander zum Sprunghügel, aber bis zum Ende reicht es nicht zum Überholen. Bartos gewinnt knapp vor Engel. Stetina belegt Platz 3 vor Stubbe und Albers, der in Runde 5 kurzzeitig langsamer wurde und zwei Plätze verlor.
In der Gesamtwertung verschafft sich Petr Bartos mit diesem Sieg wieder etwas Luft vor Bernd Stubbe, die Europameisterschaft bleibt aber wieterhin spannend.

Einige "Schreckminuten" gab es bei den Junior Buggys bis 600 ccm in einem zweiten Vorlauf. Jakub Vymazal hatte sich vor der Zielkurve überschlagen und das Fahrzeug auf dem Dach liegen geblieben. Tadeás Zeman konnte nicht rechtzeitig ausweichen und fuhr in das liegende Fahrzeug hinein. Beide Piloten mußten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Das Finale gewann Zdenek Antony vor Tomás Pospísilík, Marek Sekanina und Karel Kupec. Vladislav Stetina wird Fünfter, ihm reichen diese Punkte für den Gewinn des Euraca Cup 2007.

© MB 20.09.2007
Sieger Paulius Pleskovas (LT) nach dem Start in Lauerstellung

Hanák (CZ) dominiert weiter diese Saison

Das Feld der Division 3A nach dem Start im Finale

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