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1988 - FISA-Auto-Cross Inter-Nationen-Cup in Schlüchtern
Die bundesdeutschen Fahrer wurden in Schlüchtern/Hohenzell erstmals im Auto-Cross Europameister der Nationalmannschaf-ten. Nach 1985, 1986 und 1987 - hier waren Sie immer Vize-Europameister - gelang endlich der Triumph.



Von rechts nach links: Wolfgang Griem, Günter Bienmüller, Helmut Leber, Robert Behr, Wolfgang Schwarz von der MSG Bremen-Nord, Kapitän Rolf Kraus
Endergebnis
1. Deutschland 7 Punkte
2. Frankreich 9 Punkte
3. Niederlande 13 Punkte
4. Tschechoslowakei 14 Punkte
5. Schweiz 22 Punkte
Am Anfang sah es gar nicht so gut für unsere Fahrer unter den neun gemeldeten Nationen aus. Teamkapitän Rolf Kraus (Nidderau) ließ den Kopf schon hängen, als er feststellen mußte, daß einer seiner starken Fahrer einen Motorschaden im freien Training hatte. Pechvogel war der "rasende Metzger-meister" Helmut Leber aus Eigelfingen/Konstanz, Dienstältester im Team.
Von den fünf möglichen Fahrern pro Nation, von denen die drei Besten gewertet wurden, hatte man schon die erste Chance verspielt. Im ersten Durchgang (vier Läufe) konnte Wolfgang Schwarz, Bremen, gewinnen. Robert Behr, Neuburg an der Donau, und Wolfgang Griem, Hamburg, wurden jeweils Zweiter. Günter Bienmüller belegte Rang drei. Die stark angetretenen Franzosen belegten zweimal Platz eins, einmal Rang zwei. Im zweiten Durchgang über weitere vier Rennläufe setzten die Teamchefs bereits Ersatzfahrer ein, die dann für so manche Spannung sorgten. Dies war nach dem Reglement möglich. In jedem Lauf durfte nur ein Fahrer pro Nation am Start sein.
Die Deutschen siegten durch Behr und Bienmüller. Schwarz wurde dritter und Griem belegte Rang vier.
Somit hatten die deutschen Fahrer die Führung übernommen und Frankreich auf den zweiten Platz verdrängt. Bereits hier zeichnete sich ab, daß der tschechische Rekordmeister seine Chancen verspielt hatte und normalerweise mit der Spitze nichts mehr zu tun hatte.
Im zweiten Durchgang trumpften die Niederländer mächtig auf und belegten ebenfalls den ersten Platz durch Johnny Hakvoort und Henk Oppelaar.
Im dritten Durchgang wuchs die Spannung noch mehr. Behr wurde Dritter. Wolfgang Schwarz fuhr das Rennen seines Lebens, wie er selbst sagte, und gewann seinen Lauf vor den Franzosen.
Jetzt kam es auf Bienmüller an. Er, der deutsche Ex-Meister hatte einen blendenen Start und fuhr einen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Es war geschafft! Deutschland wurde erstmals Mannschafts-Europameister.



Hinweis
Der Text ist 1:1 aus einem Programmheft der MSG Bremen-Nord entnommen. Urheber des Textes und Fotograf ist nicht bekannt.
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